Modul 3

Modulverantwortliche/r:


Platzierung 1. und 2. Semester
Häufigkeit des Angebotes jedes Studienjahr
Leistungspunkte/SWS 15 Credit Points, 10 SWS
Voraussetzung für die Teilnahme keine
5 Pflichtveranstaltungen Einführung in quantitative Forschungsmethoden

Einführung in qualitativ-rekonstruktive Forschungsmethoden

Einführung in statistische Forschungsmethoden

Forschungswerkstatt

Evaluationsforschung in der Sozialen Arbeit

Prüfungsleistung Zwei Teilprüfungsleistungen in Form einer Klausur.

Eine Teilprüfungsleistung wird die Lehrveranstaltung „Einführung in quantitative, qualitativ-rekonstruktive und statistische Forschungsmethoden“ erfassen. Die andere Teilrüfungsleistung wird die Lehrveranstaltungen „Forschungswerkstatt“ und „Evaluationsforschung“ abdecken.

Lernziele Das Modul besteht aus vier inhaltlichen ‚Bausteinen’:

1. Bei der Vertiefung und Erweiterung von Kenntnissen im Umgang mit quantitativen Forschungsmethoden geht es um Planung, Ablauf und Organisation empirischer Untersuchungen, Strategien und Techniken der Exploration, Sekundärforschung und Standarderhebungsinstrumente, Hypothesenbildung, Hypothesenprüfung und Fehlschlüsse, Konzeptspezifikation, Operationalisierung, Messung und Skalierungsmodelle, Auswahlverfahren, Verfahren und Techniken der Datenerhebung und der Datenauswertung, Methodenmix (Triangulation), Konstruktion von Erhebungsinstrumenten (z.B. Fragebogen, Leitfaden etc.) sowie Probleme der Datengewinnung, -aufzeichnung, -aufbereitung und der Darstellung und Präsentation von Forschungsergebnissen.

2. Bei der Einführung in die sozialwissenschaftliche Statistik stehen deren Anwendungsbedingungen sowie die methodisch fundierte Interpretation der Befunde im Mittelpunkt. Um den Stellenwert statistischer Daten in publizierten Forschungsbeiträgen und bei der öffentlichen Verwendung der Daten erkennen und reflektieren zu können, befassen sich die Studierenden mit Themen wie Grundlagen der sozialwissenschaftlichen Statistik (Dateneingabe, -matrix, -bereini-gung), univariate Verteilungen und deren Kennwerte, Ziehung und Bewertung von Stichproben, Grundbegriffe der Wahrscheinlichkeitsrechnung: Schätzen und Testen, bivariate Verteilungen: Kreuztabellen, einfache Assoziationsmaße, Grundlagen der Korrelations- und Regressionsstatistik sowie ein erster Einblick in die Wahrscheinlichkeitstheorie.

3. In dem dritten ‚Baustein’ des Moduls „Forschungsmethoden“ geht es um den Erwerb von Kompetenzen im Umgang mit unterschiedlichen forschungsmethodischen Zugängen in der Tradition qualitativ-rekonstruktiver Sozialforschung. Qualitative Forschung zielt darauf, Lebenswelten „von innen“ heraus, aus der Sicht der handelnden Subjekte zu rekonstruieren und deren Handlungsrationalitäten und Sinnhintergründe zu verstehen. Dementsprechend sind die methodischen Zugänge offen und prozessorientiert angelegt, und der Forschungsprozess ist von einem induktiven Vorgehen und einer schrittweisen Annäherung an die Lebenswelten und Deutungen der Menschen bestimmt. Mittlerweile hat sich ein breites Spektrum an Forschungsansätzen und methodischen Vorgehensweisen in der qualitativ-rekonstruktiven Forschung herausgebildet, mit denen sich die Studierenden befassen werden: biografieanalytische Verfahren, Feldforschung und ethnografische Zugänge, pädagogische Kasuistik, sozialwissenschaftlich hermeneutische Zugänge und tiefenhermeneutische Ansätze etc..

4. Die Evaluationsforschung zeichnet sich durch einen hohen Anwendungsbezug aus und zielt darauf, die Wirksamkeit von sozialpädagogischen, sozialpolitischen und sozialplanerischen Prozessen zu ermitteln sowie auch die positiven und negativen Nebenwirkungen solcher Maßnahmen abschätzen zu können. Methodisch ursprünglich auf einem quasi-experimentellen Untersuchungsansatz der quantitativen Sozialforschung basierend, bezieht dieser Forschungsansatz auch zunehmend qualitative Ansätze in sein Untersuchungsdesign mit ein, so dass sich die Studierenden in ihrer Beschäftigung mit Fragen der Evaluation nicht nur vertiefte Kenntnisse zu den praxisrelevanten An-wendungsmöglichkeiten der Sozialforschung in Feldern der Sozialen Arbeit aneignen, sondern mittels der Evaluationsforschung auch die zentralen Inhalte zu den quantitativen und qualitativ-rekonstruktiven Forschungsmethoden anwenden und integrativ verbinden können.