Programm

Programmübersicht am 24.10.2014

50 Jahre Studiengänge Soziale Arbeit in Darmstadt
Ort: Hochschule Darmstadt, Adelungstr. 51 und 53

Erfahrungswelt Soziale Arbeit
13:00  Welcome
13:45  Begrüßung und Vorstellung des Konzepts
14:15  Erlebniswelt Soziale Arbeit: Präsentationen, Seminare, Workshops und Projekte
Die aktuellen DozentInnen des Fachbereichs und Ehemalige präsentieren Schwerpunkte ihrer Arbeit. Projekte werden vorgestellt, Workshops angeboten; dazu gibt es Exkursionsberichte (Tansania) und sinnliche Erfahrungsräume.
17:30  Catering in der Caféte

Festakt im
Hessischen Staatsarchiv Darmstadt, Karolinum, Karolinenplatz 3
18:30  Sektempfang und musikalische Untermalung
19:00  Grußworte
Dekan des Fachbereichs Prof. Dr. Eberhard Nölke
Präsident der Hochschule Prof. Dr. Ralph Stengler
Sozialdezernentin der Wissenschaftsstadt Darmstadt Barbara Akdeniz
19:30  Festrede Prof. Dr. Münchmeier, "Zwischen Sozialpolitik und Sozialtherapie. Orientierungsprobleme der Sozialen Arbeit im Wandel des Sozialstaats"

20:30  200 Jahre Soziale Arbeit in Darmstadt – ein visueller Streifzug durch die Geschichte
20:45  Videobotschaften und Live-Kurzstatements zur Geschichte des Fachbereichs
21:15  Ausklang
 

Erlebniswelt Soziale Arbeit - Themen

Prof. Dr. Volker Beck - Psychoonkologie Online (Gebäude E11 / Raum 14)
Präsentation des Online Psychoonkologie Projektes. Die Psychosoziale Onkologie hat sich in den letzten 30 Jahren zu einer anerkannten Fachdisziplin entwickelt. Forschung und klinische Erfahrung haben gezeigt, dass die psychoonkologische Unterstützung von an Krebs Erkrankten und ihren Angehörigen eine dauerhafte Verbesserung der Lebensqualität erreichen und die Entwicklung psychischer Störungen lindern oder verhindern kann.
Das Projekt Psycho-Onkologie Online ist das erste deutschsprachige Onlineberatungsportal für Krebspatienten und ihre Angehörige.

Prof. Dr. i.R. Werner Burgheim – Hospiz- und Trauerarbeit (Raum 214)
Hinweis: Nur bis 14.55 Uhr!
Durch Gespräche, Literatur aus dem Fachbereich und Informationsmaterial soll ein Überblick über dieses relativ neue Arbeitsfeld ermöglicht werden.

Prof. Dr. Amara Eckert / Prof. Dr. Frank Nickel– Zusatzqualifikation Psychomotorik: Vom Sportförderunterricht zu Medium und Methode der Sozialen Arbeit (16:00 - 18:00 Uhr, Raum 2)
Die Tradition einer Zusatzqualifikation Sportförderunterricht/Psychomotorik am Studienbereich Soziale Arbeit reicht bis ins Jahr 1976 zurück. Wir werden im ersten Teil die Entwicklung dieser Qualifikation und ihren Stellenwert in der Sozialen Arbeit darstellen und dabei auch die direkte Praxis nicht außen vor lassen. Im 2. Teil werden neue Interventionsformen, körperorientierte Beziehungsarbeit und neue Praxisfelder vorgestellt. Eigene Erfahrungen und Fragen der Teilnehmenden sind erwünscht.

Prof. Dr. Angelika Groterath – Internationale Perspektiven (Raum 302)
Ein Raum zur Vorstellung von Sozialer Arbeit in internationaler Perspektive mit Studierenden und Ehemaligen, die interessante Arbeiten zu diesem Thema geschrieben haben und die in Chile, Indien, Kanada, Paraguay und an anderen Orten dieser Welt waren. Hören Sie sich die Beiträge an, die Sie interessieren – und stellen Sie uns Fragen!
Programmablauf:
14:15 – 14:30    Prof. Groterath: Begrüßung und Einführung
14:30 – 15:00    Milena Michy: Kinder- und Jugendarbeit in Armenvierteln in Paraguay
15:00 – 15:30    Basak Özdemir und nn: Soziale Arbeit Plus Migration und Globalisierung – ein internationaler BA-Studiengang in Zusammenarbeit mit der Türkei
15:50 – 16:20   Janine Mary Bernsdorff: Internationale Freiwilligendienste im Kontext Sozialer Arbeit in Chile
16:20 – 16.50    Özgül Bendes: Die Lage von Flüchtlingen und Tätigkeit und Ansehen von SozialarbeiterInnen im Ländervergleich, Kanada vs. Türkei

Prof. Dr. Yvonne Haffner – Hessen-Technikum – Soziale Arbeit: Vielfältiger als man denkt! (Raum 202)
Am Übergang von der Schule ins Studium finden junge Frauen, obgleich sie sich für Berufsfelder im MINT-Bereich interessieren, häufig nicht den Weg in ein entsprechendes Studium, da ihnen Vorbilder, praktische Informationen und Erfahrungen in diesem Feld fehlen. Um diese jungen Frauen bei ihrer Berufsentscheidung zu unterstützen und sie so zu einer Aufnahme eines Studiums im MINT-Bereich zu ermutigen, müssen neue Wege der Orientierung gefunden und etabliert werden. Maßnahmen, die praktische Erfahrung in Berufsfeldern und an den Hochschulen verbinden, sind dabei einer der Schlüssel, jungen Menschen ihre Lebensentscheidungen zu erleichtern.
Das Hessen-Technikum setzt an dem Orientierungsbedarf der jungen Frauen an und soll deren Unsicherheit, die für sie mit einer Entscheidung für ein MINT-Studienfach verbunden ist, abbauen helfen und sie so zu einer Aufnahme eines Studiums im MINT-Bereich ermutigen. Jungen Schulabsolventinnen mit (Fach-) Abitur und einem Interesse an mathematischen, technischen oder naturwissenschaftlichen Fächern soll eine Praxiserprobung in Studium und Beruf ermöglicht werden, um ihnen so eine Entscheidungshilfe für ihre Berufsorientierung zu bieten. Nach einem erfolgreichen Start an der Hochschule Darmstadt und dem Aufbau einer Koordinierungsstelle, wird das Hessen-Technikum in einer zweiten Phase auf ganz Hessen ausgeweitet und verstetigt werden.

Prof. Dr. Knud-Christian Hein – Deeskalationstraining (14:30 - 16:00 Uhr, mit kleinen Pausen  / Raum 2)
Mit Studierenden aus meinem „alten“ und „neuen“ Projekt und einem externen Trainer und/oder Ex- Teilnehmer eines AAT (Anti-Aggressions-Training) werden in einem Raum einzelne praktische Übungen aus dem Deeskalationstraining („Gasse“, Nähe/Distanz, Analyse der Körpersprache, …) vorgeführt und dabei möglichst interessierte Ehemalige/Freiwillige einbezogen. Dieses wird im Rahmen eines „offenen“ Konzeptes umgesetzt. Die jeweils spontan entstehenden Geschehen werden „eingefroren“ und nicht nur „allgemein“, sondern auch aus einer projektspezifischen Sicht (der Jugendgerichts- bzw. Bewährungshilfe, des Täter-Opfer-Ausgleichs, der Strafjustiz) analysiert/bewertet/diskutiert, ggf. unter bestimmten Vorgaben (zB fiktive Angaben zur konkreten Lebenssituation des „Betroffenen“).

Prof. Dr. Rolf Keim – Tansania (durchgehend, 3x Start für 30 Minuten, Raum 211)
13 Projektstudent_innen führen internationalen Workshop an der RUCO-Universität Iringa / Tansania durch. Zusammen mit tansanischen Jurastudent_innen bereiten sie eine Informationskampagne über ‚Landraub‘ in Südtansania vor. Im Verlauf von zwei Semestern haben sich unsere Student_innen im Bereich interkultureller Erwachsenenbildung, Globalisierungsfolgen und Methoden der Moderation auf den Workshop vorbereitet. Sie berichten über Ihre ganz außergewöhnlichen Erfahrungen.

Prof. Dr. Frank Loges/Arno Bischoff – Zum Verhältnis von Sozialer Arbeit und Sozialmarketing (incl. Fundraising) ( 15:00 - 17:00 Uhr, Gebäude E 11 /Raum 13)
Das Thema wird im Lichte der paradigmatischen Veränderungen der politischen und Finanzierungsgrundlagen der Sozialen Arbeit in den letzten drei Jahrzehnten beleuchtet. Hierzu hat der Fachbereich, speziell der Studiengang Soziale Arbeit, in den letzten Jahren eine Reihe von wertvollen Beiträgen in Lehre und Forschung geliefert.
Angedacht ist, den Unternehmensberater, Betriebswirt und Wirtschaftsinformatiker Arno Bischoff aus Köln bzw. Solingen mit ins Boot zu nehmen, der u. a. bei der KFW-MIttelstandsbank als Berater gelistet ist. Herr Bischoff ist mit der Entwicklung und dem Stand der Sozialen Arbeit gut vertraut. In der Marketingberatung sowie im Coaching ehemaliger Absolventinnen und Absolventen der Sozialen Arbeit ist er zudem sehr praxiserfahren. Dies gilt auch mit Blick auf den rasanten Wandel dieser zentralen Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit und die daraus zu ziehenden handlungsrelevanten Folgen für die berufliche Praxis.

Prof. Dr. Thilo Naumann – Erlebniswelt Kita (E 11 / Raum 12)
Was ist aus den emanzipatorischen Ansprüchen der antiautoritären Erziehung und des Situationsansatzes geworden; zeigt sich die autoritäre Haltung einer bloßen Instruktionspädagogik auch in aktuellen Programmen zum Training kindlicher Kompetenzen; und wie können kindliche Selbstbildungsprozesse in haltenden pädagogischen Beziehungen trotz der vorherrschenden Ökonomisierungstendenzen gelingen? Diese und weitere Fragen sollen in der "Erlebniswelt Kita" Raum bekommen. In diesem Sinne werden zwei Filme, nämlich "Erziehung zum Ungehorsam" und "Ein Wiegenlied für Hamza" in Schleife gezeigt. Zudem werden historische und aktuelle Kinderbücher, Spiele sowie Fachliteratur ausgelegt. Nicht zuletzt steht eine "sprechende Wand" bereit, auf der spontane Assoziationen, kritische Bemerkungen und kreative Ideen vermerkt werden können. All dies soll dazu beitragen, einen Verständigungsprozess über kindliche Entwicklungsbedürfnisse, elterliche Erwartungen und pädagogische Konzepte zu befördern. Herzlich willkommen!

Prof. Dr. Lisa Niederreiter – Wunderkammer Kunst in der Sozialen Arbeit  (14:15 - 16:45, Keller, Raum 02)

Im Flur und im Keller des Mutterhauses werden Objekte der Vergangenheit installiert, um eine historische Perspektive zu veranschaulichen. Mit aufgehobenen Materialien und Werkzeugen vom alten Werkraum, alten Dias und alten medizinischem Schaumaterial wird eine „Wunderkammer“ entstehen.

Prof. Dr. Franz Josef Röll – Medienwelten (Raum 111)
Die Projektgruppe Jugend und Medien wird ihre Arbeitsergebnisse vom Projekt vorstellen. Dazu  gehören u.a. eine Facebookseite für die Caritas Ffm, eine Medieninstallation über Frauenarmut in Frankfurt, QR-Code-Ralley, Animoto-Fotofilme mit behinderten Kindern, iPads in der Schulsozialarbeit. Dazu wird die DVD Der virtuelle Fachbereich gezeigt. Ebenso wird die Produktion Anne Frank präsentiert. Die besten Fotobücher der letzten Jahre werde gezeigt, dazu kommt noch eine Fotoausstellung mit iPad- Inszenierungen. Im Computerraum kann man mit Animoto Bilderfilme herstellen und mit Comic Life Comics produzieren. Ebenso werden Fotoapps vorgestellt.

Prof. Dr. Achim Schröder - Lehrforschung im Master - Wie man das Forschen erlernt (16:00 - 17:00 Uhr, Raum E11 / 40)
Präsentation eines Standes mit Plakaten, die von Teilnehmenden erstellt wurden. Erläuterung des idealtypischen Verlaufs eines Lehrforschungsprojektes.

Prof. Dr. Susanne Spindler – Reingehört: Sichtweisen von Sozialarbeiter_innen auf marginalisierte Jugendliche (man kann jederzeit kommen und gehen, Caféte)
Was erzählen Sozialarbeiter_innen über die Jugendlichen, mit denen sie arbeiten? „Reingehört“ gibt die Gelegenheit, ihre Sichtweisen auf „harte Jungs“ und „schlaue Mädchen“ zu belauschen. Professionelle Verortungen, Ansichten und Einsichten der Befragten sind nach den vier Themenfeldern Geschlecht, Migration, Stadtteil und Religion geordnet. Zu hören sind neu eingesprochene Interviewsequenzen; die echten Interviews haben wir im Rahmen des Forschungsprojektes „Sichtweisen Sozialer Arbeit auf marginalisierte männliche Jugendliche mit Migrationshintergrund“ Anfang des Jahres geführt.

Prof. Dr. Maja Suderland – Häusliche (Partner-)Gewalt gegen Männer - (k)ein Thema für die Soziale Arbeit? (15:45 - 17:15 Uhr, Raum 206)
Die Tatsache, dass Männer von ihren Frauen oder Partnerinnen körperlich angegriffen und verprügelt werden, stößt immer wieder auf Unglauben und Skepsis: Stimmt das überhaupt, gibt es so etwas wirklich? Warum lassen sie sich das gefallen, warum schlagen sie nicht zurück? Ist das denn ein Problem mit gesellschaftlicher Relevanz, sind das nicht marginale Einzelfälle?
Ein genauerer Blick lässt erkennen, dass das Problem tatsächlich vorhanden ist, jedoch auch von professioneller Seite zumeist verkannt und falsch eingeschätzt oder schlicht übersehen wird. Was wissen wir eigentlich bislang über häusliche (Partner-)Gewalt gegen Männer? Gibt es Hilfs- und Beratungsangebote? Und was kann die Soziale Arbeit tun? Über diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam mit dem Publikum diskutieren.
Fachlichen Input aus Wissenschaft und Praxis bekommen wir dazu von Janna Wieser, BA Soziale Arbeit h_da, und Johannes Strohmeier, psychoanalytischer Berater und Familientherapeut, Informationszentrum für Männerfragen e.V., Frankfurt/M.

Ludwig Seelinger - Trommelworkshop (E11/ Café Zwischenraum)
Trommeln in der Pädagogischen Arbeit bietet ein ästhetisch - künstlerisches Erfahrungsfeld, in dem individuelle Interessen auf Gruppenprozesse stoßen, ein Arbeitsfeld, in dem sich spielerisch soziale Schlüsselkompetenzen wie Konfliktfähigkeit, Teamfähigkeit, Organisationsfähigkeit und  Zeitmanagement erfahren und erwerben lassen. Das Medium Musik bietet Gelegenheit zur Auseinandersetzung, sowohl mit der eigenen als auch mit fremder Kultur. Das gemeinsame musikalische Interesse tritt dabei in den Vordergrund und relativiert kulturelle Differenzen, bzw. werden diese im schöpferischen Moment zur Ressource. Dieser Prozess kann nur entstehen, wenn ich im Kontakt zu meinem Gegenüber trete. Dies soll mit dem Medium Trommeln umgesetzt werden.

„Modul 100 – Partizipation in den Hilfen zur Erziehung (Gebäude E 11 / Raum 18)
Projekt-StudentInnen präsentieren einen Beitrag zum Thema „Partizipation in den Hilfen zur Erziehung“. Schauen Sie kurz vorbei und hinterlassen Sie ihre Spuren…“