Umgang bei sexueller Belästigung/Diskriminierung

Umgang bei sexueller Belästigung und Diskriminierung am Fachbereich Soziale Arbeit (FB S)

Das Leitbild der Hochschule Darmstadt formuliert: „Unser Umgang miteinander ist respektvoll, offen und vertrauensvoll.“ Diesem Leitbild sieht sich der Fachbereich Soziale Arbeit ausdrücklich verpflichtet.

Gleichzeitig wissen wir, dass sexuelle Belästigung, rassistische Diskriminierung sowie persönliche Herabwürdigung (Mobbing) im Hochschulalltag vorkommen. Die Hochschule ist ein Arbeits- und Studienort, der durch Abhängigkeitsverhältnisse und Hierarchien gekennzeichnet ist, was zum einen Diskriminierung und weitere Grenzverletzungen begünstigen kann, zum anderen ihre Benennung und Verfolgung erschwert. Der Fachbereich bietet daher Strukturen an, die Zuständigkeit und Ablauf bei Beschwerden verdeutlichen und betroffenen Student*innen Verfahrenssicherheit geben sollen.
Zunächst und zuerst entscheidend ist, wie Grenzüberschreitungen von direkt oder indirekt Betroffenen individuell wahrgenommen und empfunden werden. Die persönlichen Wahrnehmungen und Empfindungen der Betroffenen sind Ausgangspunkt für Beschwerden und Interventionen. Die Ausdrucksformen sexueller Belästigungen, sozialer Diskriminierung und persönlicher Herabwürdigung (Mobbing) können vielfältig sein. Sie zeigen sich etwa durch einen herabwürdigenden Sprachgebrauch, sexualisierte Gesten, die Verwendung oder Darstellung diskriminierender Präsentationen, durch scheinbar unbeabsichtigte körperliche Berührungen, Nötigung, Stalking und körperliche Gewalt. Grenzen werden bereits überschritten, wenn die persönliche Arbeitsbeziehung zwischen Lehrenden und Studierenden soweit auf die Privatsphäre übergreift, dass dies als unzulässig empfunden wird.

Eine unmittelbare Gegenwehr und Intervention ist Betroffenen nicht immer und unmittelbar möglich. Vom Bewusstwerden einer empfundenen Grenzüberschreitung (Einschüchterung, Anzüglichkeit, Anfeindung, Erniedrigung, Kommentar zum Aussehen, Beleidigung, Verletzung der Privatsphäre etc.) bis zu einer offiziellen Beschwerde kann es ein langer und für die Betroffenen leidvoller Weg sein: von der Unsicherheit „habe ich die Situation richtig wahrgenommen?“ bis zu der Abwägung „welche Nachteile muss ich bei einer Beschwerde befürchten?“ bestehen zahlreiche Fragen, mit denen die Betroffenen sich oft allein gelassen fühlen.

Die Frage von Student*innen „an wen kann ich mich wenden?“ können wir jetzt so beantworten: Ansprechpartner*in bei sexueller Belästigung, rassistischer Diskriminierung oder persönlicher Herabwürdigung (Mobbing) sind die

Ombudsleute Beate Galm und Thilo Naumann.

Die Ombudsleute machen ein vertrauliches Gesprächsangebot, hören zu, helfen bei der Benennung der Belästigung und beraten bei der Vermittlung an andere zuständige Stellen. Die Ombudsleute sind nicht befugt, unmittelbar zu intervenieren, aber sie können in einem geschützten Rahmen ein weiteres Vorgehen gemeinsam mit Betroffenen überlegen. Die Ombudsleute fungieren als vertrauliche ‚Türöffner‘ in einem Beschwerdeverfahren, soweit dies von Betroffenen gewünscht wird. An die Ombudsleute können sich Student*innen in allen Fällen der Grenzüberschreitung wenden, egal ob sie von anderen Student*innen oder von Mitarbeiter*innen oder Lehrenden des Fachbereichs ausgehen.

In einem hochschulinternen Beschwerdeverfahren sind für Ihre Beschwerden weiterhin ansprechbar und zuständig:

  • Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule
  • Dekan*in des Fachbereichs Soziale Arbeit
  • Kanzler*in der Hochschule

Außerhalb der Hochschule und des Fachbereichs finden Sie Hilfe bei der

Psychosozialen Beratungsstellen des Studierendenwerks sowie (…)

Mitarbeiter*innen, Lehrbeauftragte und Dozent*innen des Fachbereichs können sich bei sexueller Belästigung, rassistischer Diskriminierung und persönlicher Herabwürdigung (Mobbing) an die Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule, die/den Dekan*in des Fachbereichs und die Personalabteilung sowie den/die Kanzler*in der Hochschule wenden.

 

 

Weitere Hilfe und Unterstützung

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen

Bundesweites kostenfreies Hilfetelefon für Betroffene, Helfende, Ratsuchende, Fachkräfte
0800 116 016
https://www.hilfetelefon.de/index.php

pro familia Beratungsstelle Darmstadt

Frauennotruf, Beratung und Krisenintervention für Mädchen und Frauen bei sexualisierter Gewalt
06151 45511
darmstadt@profamilia.de
https://www.profamilia.de//index.php?id=1120

FIM – Frauenrecht ist Menschenrecht e.V.

Beratung in verschiedenen Sprachen bei psychischer, körperlicher und sexueller Gewalt
069 970 979 70
info@fim-beratungszentrum.de
http://www.fim-frauenrecht.de/de/

Opferschutzbeauftragte der Polizei
06151 969 4044
opferschutz.ppsh@polizei.hessen.de

Wildwasser Darmstadt e.V.

Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt für Mädchen, Frauen und sie unterstützende Personen
06151 28871
info@wildwasser-darmstadt.de
http://www.wildwasser-darmstadt.de/